Es braucht fünf freie Tage, bevor ich wieder in der Lage bin, an meinen Geschichten zu arbeiten. Das ist ganz schön viel, dafür, dass im Jahr nur so wenig Urlaubstage zur Verfügung stehen.
Es ist im Jahr zu wenig Zeit, sich selbst unter Druck zu setzen, Erwartungen an sich selbst aufzubauen, die man dann am Ende nicht erfüllen kann. Und gleichzeitig ist es wieder zu viel Zeit, sich selbst fertig zu machen.
Traurig, aber wahr.
Was tut man, wenn die Zeit, die man für schöne Dinge hat, nicht ausreicht? Was tut man, wenn daraus plötzlich aus Gründen von Druck, Erwartungen, Enttäuschungen usw. schlechte Dinge werden? Dinge, die einen innerlich krank machen, einen frustriert und traurig zurück lassen.
Man hört ganz einfach auf damit, sich unter Druck zu setzen. Das klingt leicht, nicht wahr? Ist es aber nicht. Jeder von uns hat damit seine eigenen Probleme. An manchen Tagen sind sie leichter, an anderen so schwer, dass man sie nicht mehr tragen kann. Und die Faktoren sind auch bei allen Menschen anders.
Darum bin ich überzeugt, dass es nicht für alle Menschen gleich leicht ist, die Erwartungen einfach loszulassen. Gott, wenn ich nur daran denke, was ich einmal alles konnte und es mit den traurigen Versuchen von diesem Jahr vergleiche, wird mir ganz anders. Dann frage ich mich, ob man das Erfinden von Welten auch verlernen kann.
Wenn ja, dann ist mir das irgendwann zwischen damals und heute passiert. Und alles, was heute passiert, enttäuscht mich. Merkt ihr was? Das sind die Erwartungen, die ich an mich selbst gerichtet habe. Ich erwarte von mir, so gut zu sein, wie früher, als ich noch mehr oder weniger tägliche Übung hatte.
Doch das ist nicht möglich, wenn man über Jahre hinweg einfach weder die Zeit noch die Ruhe hatte, an seinen Fähigkeiten zu feilen. Weil andere Dinge einfach wichtiger sind (beispielsweise ein richtiger Job, damit man nicht im stillen Kämmerlein verhungert).
Trotzdem möchte man natürlich auch wieder gut sein. Also muss man zurück gehen und herausfinden, ob damals noch etwas anders war. Ja, es war etwas anders.
Es hat damals viel mehr Spaß gemacht als heute. Kein Wunder, wenn einen die Erwartungen so herunterziehen.
Aus diesem Teufelskreis möchte ich jetzt ausbrechen. Auf eine ganz einfache Weise, die ich schon viel früher hätte gebrauchen können. An der Stelle möchte ich anmerken, dass das wohl auch ein Zeichen dafür ist, dass schon früher nicht alles so schön war, wie die rosarote Brille der Vergangenheit es mir vorgaukelt. Das ist offen gestanden irgendwie erleichternd.
Dementsprechend habe ich mir selbst etwas versprochen:
June, hab ich gesagt, das Leben ist zu kurz, um es mit negativen Dingen zu vergeuden. Du schreibst jetzt erst wieder, wenn dir die aktuell anstehende Szene richtig Lust darauf macht. Selbst wenn sie dann nicht perfekt ist, hattest du beim Schreiben aber immerhin ein gutes Gefühl. Und genau darum geht es am Ende.
Montag, 11. Januar 2016
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Das Tor zu den Traumwelten
Meine Träume sind für mich zumindest sehr interessant. Ich mag es, herauszufinden, was sich mein Kopf so ausdenken kann. Manchmal überrascht es mich, manchmal erschreckt es mich und hin und wieder ist es auch sehr lustig.
Es ist nur so schade, dass es nicht so oft passiert, wie ich es gern hätte. Lange dachte ich, es bliebe mir nichts anderes übrig als zu warten, auch wenn das nicht unbedingt befriedigend ist.
Jetzt habe ich die Tage einen Artikel in einer Wissenschaftszeitung gelesen, der sich mit genau diesem Thema befasst. Es war, als hätte mir jemand die Augen geöffnet. Zwar ging es in dem Artikel mehr um Klarträume (also Träume, in denen man weiß, dass man schläft), aber die sind doch besonders spannend. Vor allem, weil ich dann nicht mehr in den düsteren Träumen feststecken muss.
Es wurden ein paar Techniken beschrieben, die einem das Aufwachen im Traum erleichtern sollen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen und manche sind vielleicht nicht so leicht machbar (zum Beispiel soll man sich vor dem Einschlafen mit dem Träumen beschäftigen, ist nur schwierig, wenn man keine Fachliteratur zur Hand hat), aber es ist wie ein Schlüssel.
Andere Sachen sind wieder einfacher. Darunter fällt zum Beispiel der Realitätscheck. Klang im ersten Moment auch für mich verwirrend. Warum sollte man im Wachsein prüfen, ob man wach ist? Meist weiß man das doch auch so. Tatsächlich geht es aber nur darum, eine Gewohnheit zu erschaffen, die man irgendwann auch im Traum beibehält. Darum habe ich jetzt angefangen, hin und wieder in unregelmäigen Abständen meine linke Hand anzuschauen, ob auch wirklich noch alle fünf Finger dran sind. Ja, jetzt gerade alles noch da.
Sollte ich also mal im Traum diesen Check machen, wird meine Hand anders aussehen, auf unvorhersehbare Weise. Und dann werde ich wissen, dass ich träume. Vielleicht. Darauf freue ich mich schon.
Ach ja, mein letzter Traum, an den ich mich erinnere, war übrigens nicht so schön. Ich will nicht in Detail gehen, aber am Ende war ich tierisch überfordert und echt froh, als ich wach wurde und mich noch mal fünf Minuten in die Bettdecke kuscheln konnte, um meine Ruhe zu haben. Manchmal ist es schön, aus einem Traum auch wieder aufzuwachen.
Es ist nur so schade, dass es nicht so oft passiert, wie ich es gern hätte. Lange dachte ich, es bliebe mir nichts anderes übrig als zu warten, auch wenn das nicht unbedingt befriedigend ist.
Jetzt habe ich die Tage einen Artikel in einer Wissenschaftszeitung gelesen, der sich mit genau diesem Thema befasst. Es war, als hätte mir jemand die Augen geöffnet. Zwar ging es in dem Artikel mehr um Klarträume (also Träume, in denen man weiß, dass man schläft), aber die sind doch besonders spannend. Vor allem, weil ich dann nicht mehr in den düsteren Träumen feststecken muss.
Es wurden ein paar Techniken beschrieben, die einem das Aufwachen im Traum erleichtern sollen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen und manche sind vielleicht nicht so leicht machbar (zum Beispiel soll man sich vor dem Einschlafen mit dem Träumen beschäftigen, ist nur schwierig, wenn man keine Fachliteratur zur Hand hat), aber es ist wie ein Schlüssel.
Andere Sachen sind wieder einfacher. Darunter fällt zum Beispiel der Realitätscheck. Klang im ersten Moment auch für mich verwirrend. Warum sollte man im Wachsein prüfen, ob man wach ist? Meist weiß man das doch auch so. Tatsächlich geht es aber nur darum, eine Gewohnheit zu erschaffen, die man irgendwann auch im Traum beibehält. Darum habe ich jetzt angefangen, hin und wieder in unregelmäigen Abständen meine linke Hand anzuschauen, ob auch wirklich noch alle fünf Finger dran sind. Ja, jetzt gerade alles noch da.
Sollte ich also mal im Traum diesen Check machen, wird meine Hand anders aussehen, auf unvorhersehbare Weise. Und dann werde ich wissen, dass ich träume. Vielleicht. Darauf freue ich mich schon.
Ach ja, mein letzter Traum, an den ich mich erinnere, war übrigens nicht so schön. Ich will nicht in Detail gehen, aber am Ende war ich tierisch überfordert und echt froh, als ich wach wurde und mich noch mal fünf Minuten in die Bettdecke kuscheln konnte, um meine Ruhe zu haben. Manchmal ist es schön, aus einem Traum auch wieder aufzuwachen.
Sonntag, 8. November 2015
Schreiben oder nicht schreiben ...
Ich stelle immer wieder fest, dass ich es nicht schaffe, mich den Dingen zu widmen, die mir Spaß machen. Irgendetwas lenkt mich immer ab.
Und wenn es nur andere Dinge sind, die auch Spaß machen, aber mich eben nicht weiter bringen. Es ist eben viel bequemer.
Aber dann gibt es wieder diese Tage, an denen es mich dann doch packt. Und ich setze mich hin und kümmere mich. Gerade eben habe ich zum Beispiel nach Wohnungen gesucht. Sogar was Schönes gefunden. Nur ist heute Sonntag, anrufen wird nichts. Eine E-Mail möchte ich auch nicht schreiben, die verpasst man wieder. Zu viele Gründe, nichts zu tun ...
Allerdings gibt es auch gute Neuigkeiten. Ich habe mit Hilfe eines kleinen Projekts wieder angefangen, zu schreiben. Es ist nichts Besonderes und ich war sicher auch mal besser, aber es ist immerhin etwas. Der Plan, mich selbst auszutricksen, geht auf. Hihi.
Bald geht es weiter.
Darauf freue ich mich schon. Und wenn ich dann endlich irgendwann umgezogen bin, wird sich das alles noch einmal verändern. Dann muss ich niemandem mehr aus dem Weg gehen oder Rechenschaft ablegen. Niemandem außer mir. Das ist gut, auch wenn ich ein harter Kritiker bin.
Ich kriege das schon hin. Und ihr dürft das hier lesen, wenn ihr wollt :)
Und wenn es nur andere Dinge sind, die auch Spaß machen, aber mich eben nicht weiter bringen. Es ist eben viel bequemer.
Aber dann gibt es wieder diese Tage, an denen es mich dann doch packt. Und ich setze mich hin und kümmere mich. Gerade eben habe ich zum Beispiel nach Wohnungen gesucht. Sogar was Schönes gefunden. Nur ist heute Sonntag, anrufen wird nichts. Eine E-Mail möchte ich auch nicht schreiben, die verpasst man wieder. Zu viele Gründe, nichts zu tun ...
Allerdings gibt es auch gute Neuigkeiten. Ich habe mit Hilfe eines kleinen Projekts wieder angefangen, zu schreiben. Es ist nichts Besonderes und ich war sicher auch mal besser, aber es ist immerhin etwas. Der Plan, mich selbst auszutricksen, geht auf. Hihi.
Bald geht es weiter.
Darauf freue ich mich schon. Und wenn ich dann endlich irgendwann umgezogen bin, wird sich das alles noch einmal verändern. Dann muss ich niemandem mehr aus dem Weg gehen oder Rechenschaft ablegen. Niemandem außer mir. Das ist gut, auch wenn ich ein harter Kritiker bin.
Ich kriege das schon hin. Und ihr dürft das hier lesen, wenn ihr wollt :)
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